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Wirtschaft


Brexit-Zehn Milliarden Euro mehr für Deutschland

National-Magazin/02- 02. 2020


10 Milliarden mehr muss Deutschland nun für den EU-Haushalt aufbringen. Diese Summe entspricht fast dem ganzen Beitrag von Großbritannien. Nach deren Austritt aus der EU, zahlt Deutschland nicht mehr 25 Milliarden, sondern 35 Milliarden. Das Volumen des künftigen europäischen Gemeinschaftshaushalts soll auf 1,0 Prozent der EU-Wirtschaftsleistung begrenzt werden. So will es Deutschland zumindest. Ein Diplomat sagte über den künftigen EU-Finanzrahmen: „Nach dem EU-Austritt Großbritanniens werde die finanzielle Belastung für die sogenannten Nettozahler ohnehin schon signifikant steigen. Bereits die 1,0 Prozent des Bruttonationaleinkommens wären damit ein starkes Zeichen der Solidarität“.  

Wie großzügig, denn selbst eine Begrenzung auf 1 % würde eine weitere Zahlleistung von 10 Milliarden Euro für Deutschland bedeuten. Wie dpa berichtet, zahlten die Britten bislang 13 Milliarden in den EU-Topf ein. Für Deutschland bedeutet das, anstatt 25 Milliarden sind nun 35 Milliarden zu zahlen. Es darf sich also die deutsche Bevölkerung schon mal auf weiter verdeckte Preiserhöhungen freuen. Irgendwo muss das Geld ja herkommen.  

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger wollte das Volumen des europäischen Gemeinschaftshaushalts von 2021 an auf 1,1 Prozent des Bruttonationaleinkommens der EU zu erhöhen. Deutschland, sowie auch Dänemark, die Niederlande und Schweden, lehnten den Vorstoß von Oettinger ab. Zum Glück, sonst wäre es eine Mehrbelastung von 12 – 13 Milliarden gewesen.  

Deutschland würde sich gut daran tun, wenn es sich langsam auch über den Ausstieg der EU Gedanken macht

 

Anonyme Bewerbungsverfahren-Antidiskriminierungsstelle soll Abhilfe schaffen

28. 01. 2020/National-Magazin


Bewerbungsunterlagen sollen künftig anonymisiert zu sichten sein. Hierfür spricht sich die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Deutsche Gewerkschaftsbund aus. Es soll so vermieden werden, dass Bewerber, trotz guter Qualifikation, aufgrund einer bestimmten Nationalität oder eines fragwürdigen Wohnortes gar nicht erst zum, Bewerbungsgespräch eingeladen werden.

Im öffentlichen Dienst gibt es nach Aussagen vom Leiter der Antidiskriminierungsstelle, Franke, bereits mehrfach positive Beispiele dafür, dass es funktionieren kann und leicht umzusetzen ist. Kleinere Pilotprojekte hätten dies gezeigt.

Nun müssen nur noch Privatunternehmen nachziehen. Warum sich allerdings Unternehmer die „Katz im Sack“ zum Bewerbungsgespräch einladen sollen, wurde nicht weiter erörtert.