2020-02-02

3677 Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche-Keine Anklage

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Von 1946 bis 2014 sind 3677 Minderjährige missbraucht worden. Kardinal Reinhard Marx sprach zwar von Entsetzen, Abscheu und Scham, aber passiert ist letztendlich rein gar nichts.
Strafrechtliche Konsequenzen wird es nämlich nicht geben, oder zumindest kaum. 1,5 Jahre nach Bekanntwerden haben die zuständigen Staatsanwaltschaften keine Anklage erhoben. Pädophilie innerhalb der Kirche wird offensichtlich staatlich geschützt. Ermittlungen gegen die Verdächtigen wurden eingestellt, so teilt die Deutsche Presse-Agentur mit. Ermittlungsverfahren laufen zwar noch, aber diese werden wohl auch demnächst eingestellt.  Matthias Klatsch, Sprecher  der Opferinitiative „Eckiger Tisch“, sagte dazu: „Die Tatsache, dass niemand für die zahllosen Verbrechen von Priestern und ihren bischöflichen Beschützern an Kindern und Jugendlichen juristisch belangt werden wird, ist schwer erträglich“.
Kriminologe Christian Pfeiffer, sagte in einem Interview mit dpa: „Das war alles nur Show – mehr nicht“. Weiter äußerte er einen Vorwurf gegenüber Kardinal Marx, dieser hätte die Aufarbeitung des Skandals verhindert. Er fordert nun den Rücktritt von Marx.
Strafrechtler Holm Putzke wird da noch deutlicher: „Die katholische Kirche habe sich redlich darum bemüht, damit die in ihren Reihen massenweise begangenen Verbrechen an Kindern inzwischen nicht mehr verfolgbar sind“.
Nichts anderes kann von der katholischen Sekte erwartet werden. Schon lange sind immer wieder Vorwürfe dieser Art laut geworden. Interessiert hat sich dafür leider niemand.

Admin - 17:50:59 @ Allgemein, Sicherheit | Kommentar hinzufügen